Paid Listings:
Werbung auf Suchmaschinenergebnisseiten.
Suchmaschinen sind der Motor des Internet. Sie sind die Filter, ohne die das Internet praktisch für die breite Masse nicht funktionieren würde. Und betrachtet man die Dynamik des Mediums ist kaum vorstellbar, dass sich dies einmal ändern könnte.
Sowohl große Unternehmen, die Güter und Dienstleistungen anbieten, welche wiederum ein hohes Standing im Sinne eines hohen Bekanntheitsgrades bei den Konsumenten haben, als auch kleine, völlig unbekannte Anbieter sind darauf angewiesen, dass ihre Seite(n) im Internet gut gelistet und damit auffindbar sind. Ziel muss es sein, bei relevanten Schlagwörtern (den Keywords) in den Suchergebnissseiten (den SERPs - Search Engine Result Pages) hoch auf Seite Eins gelistet zu sein. Nur dann werden Suchabfragen von potentiellen Kunden auch Erfolg bringen (daneben ist auch der Markengedanke zu berücksichtigen! Echte Marken müssen praktisch keine Suchmaschinenoptimierung betreiben. Dies gilt aber nur für die Marke selbst, nicht jedoch für (latente) Bedürfnisse der Kunden, die man zu befriedigen sucht).
Aber genau hier liegt das Problem. Noch vor wenigen Jahren genügten grundsätzliche Aktivitäten auf der eigenen Seite oder aber eine sanfte Form des Linkbuildings, dass dies möglich war. Zum einen war der Grad der generellen Professionalisierung im Bereich SEO (Search Engine Optimization - Suchmaschinenoptimierung) noch nicht so hoch. Überdies war die Dichte an Bewerbern um die Position in den SERPs für Keyword X zu diesem Zeitpunkt noch nicht so ausgeprägt. Mittlerweile haben jedoch die meisten Anbieter von Konsumgütern und Dienstleistungen festgestellt, dass kein Anbieter mehr am Internet vorbeikommt. Zudem bietet das Internet optimale Möglichkeiten für Markteinsteiger. Die Marktzugangsbarrieren sind im online Business geringer als auf dem realen Markt (wenngleich keineswegs gering). Und: Viele Anbieter und hier insbesondere die Schwer- und Mittelgewichte nutzen die teils sehr professionellen, teils weniger professionellen Möglichkeiten, welche SEO-Agenturen bieten. Kurzum: Der Kampf um die besten Positionen ist nicht nur entbrannt. Es herrscht ein regelrechter Krieg, den man oft genug auch nicht mit guter Suchmaschinenoptimierung gewinnen kann. Der Ausweg sind die Paid Listings.
Diese sind eine geniale Idee der Suchmaschinenbetreiber. Nehmen wir Google. Wie generiert Google eigentlich die unglaublichen Umsätze jedes Jahr? Die Antwort lautet weitestgehend: Mit Google AdWors. AdWords ist die Form des Paid Listings (also der bezahlten Position in den SERPs) bei Google.
Das Prinzip ist hierbei sehr einfach (dem Grunde nach):
Ein Werbender will ein Produkt verkaufen und kennt die aus seiner Sicht relevanten Keywords (Schlüsselbegriffe) welche Konsumenten in Suchmaschinen eingeben um Anbieter für das entsprechende Produkt zu finden. In einem zuvor angelegten AdWords-Konto definiert der Anbieter (und damit der Werbetreibende) nun für diese Schlüsselbegriffe einen Preis, zu dem bei einer Suchmaschinenabfrage seine vorher generierte(n) Textanzeige(n) bei Google als "Anzeige" überhalb oder rechts der eigentlichen Suchergebnisse geschaltet werden. Je höher der Preis im Vergleich zu den keywordbezogenen Mitbewerbern, desto höher schiebt sich die Anzeige nach oben. Mit dem Preis hat der Werbetreibende somit ein Instrument, mit dem er die Position lenken kann. Es gibt noch weitere Parameter, wie den sogenannten Qualitätsfaktor (dieser errechnet sozusagen die Relevanz aus dem Seiteninhalt der Angebotsseite und dem Schlüsselbegriff, also die vorliegende, inhaltliche Nähe aus Sicht von Google). Das wichtigste Kriterium ist jedoch der Preis. Der Werbetreibende legt dann ein Budget fest. Aus dem Zusammenspiel von Preis (dies ist jeweils der Preis pro Klick und nicht etwa der Preis pro Einblendung einer Anzeige) kann der Werbetreibende somit im Vorfeld festlegen, wie viele Besucher er über die Suchmaschinenwerbung (SEA - Search Engine Advertising) generieren will. Definiert er etwa ein monatliches Budget von 1000 Euro und legt einen Preis (genauer: Klickpreis) von 1 Euro fest würde er über die bezahlte Suchmaschinenwerbung somit 1000 Besucher auf seine Seite im betrachteten Zeitraum erhalten (Voraussetzung ist natürlich, dass es ein ausreichendes Potential an Suchmaschinennachfrage gibt!). Sobald das Budget aufgebraucht ist, wird die Anzeige nicht mehr geschaltet.
Ein großer Vorteil für den Werbetreibenden ist somit, dass er auch ohne jegliche Suchmaschinenoptimierung hohe Positionen in den SERPs erreichen kann. Zudem hat er die volle Kostenkontrolle. Des weiteren können Anbieter im Laufe der Kampganen ihre Anzeigen stets verbessern um somit höhere Klickraten zu erreichen. Indem unterschiedliche Zielseiten definiert werden (also die Seite, auf die ein Besucher nach Klick auf die Textanzeige geleitet wird), können außerdem die Konversionsraten (Verhältnis Verkäufe / Besuche) erhöht werden, indem diese stetig angepasst und verbessert werden (A/B-Tests).
Ein Nachteil ist, dass Konkurrenten bisweilen in der Lage sind, Konkurrenzanzeigen zu klicken um das Budget von Konkurrenten erfolglos aufzubrauchen.
Google und Google AdWords sind eingetragene Markenzeichen der Googel Inc.